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Konstanzer Wirtschaft: Aufschwung spürbar

Der Wirtschaftsstandort Konstanz entwickelt sich positiv. Das geht aus einem Bericht der städtischen Wirtschaftsförderung hervor.


Dem Bericht zufolge wird die Wirtschaftsstruktur ausgewogener. Innovative Unternehmen haben heute in Konstanz ihren Sitz. Zusätzliche Arbeitsplätze im Bereich der sozialversicherungspflichtigen und geringfügig Beschäftigten wurden geschaffen. Mit dem Ausbau des Einzelhandelsschwerpunktes konnte Konstanz zudem seine oberzentrale Position im Bodenseeraum weiter ausbauen. Wesentliche Impulse für ihre weitere Entwicklung erhält die Stadt mit den Ansiedlungen am Seerhein.


Auf einem guten Weg

Die rasante Entwicklung der Projekte entlang des Seerheins - insbesondere die Ansiedlung des Forschungs-, Entwicklungs- und Kundenzentrums der Firma Centrotherm (SIC) - bedeutet einen wesentlichen Fortschritt bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt. Zusammen mit der anstehenden Realisierung des Kompetenzzentrums und den Bauprojekten der Firmen Doser & Partner, Edeka und Bollinger entsteht ein neuer Stadtteil, in dem Leben und Arbeiten hervorragend verbunden wird. Konstanz erhält durch diese Bauvorhaben in der Größenordnung von etwa 120 Millionen Euro eine wesentliche Aufwertung. Durch die Investitionen werden viele neue Arbeitsplätze geschaffen. „Die Strategie, den Transfer von Wissenschaft zur Wirtschaft zu fördern, trägt erste Früchte und bestärkt uns, diesen Weg konsequent weiter zu gehen", erläutert der Leiter der Wirtschaftsförderung, Friedhelm Schaal.


Krise gut überstanden

Dass die Konstanzer Wirtschaft die Krise relativ gut überstanden hat, liegt vor allem an der durch Klein- und Mittelbetriebe geprägten Struktur. Für 2010 gehen die Statistiker von einem Wachstum von 3,3 Prozent aus. Der Strukturwandel von einem ehemaligen Standort der Textilproduktion zu einem modernen Hochtechnologie- und Dienstleistungsstandort ist gelungen. Die wichtigsten Branchen in Konstanz sind Umwelttechnologie (Schwerpunkt regenerative Energien), Life Science + Health Care (Lebenswissenschaften) mit Pharmazeutik, Diagnostik, Medizintechnik, Ernährung, Optik und Zeichenerkennung, Informationstechnologie, Nanotechnologie, Satellitennavigation, Mobile IT, Kommunikation & Logistik, Aus-, Fort- und Weiterbildung als wichtige Rahmenbedingung für Unternehmen vor Ort, Industrienahe Zulieferer-Industrie sowie die Kultur- und Kreativwirtschaft ("creative industries").


Gesamtumsatz von 4,2 Milliarden Euro

Konstanz hat mit rund 78 Prozent einen sehr hohen Dienstleistungsanteil bei den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten am Arbeitsort. Insgesamt gibt es in Konstanz über 4.000 Betriebe. Sie erwirtschaften einen Gesamtumsatz in Höhe von etwa 4,2 Milliarden Euro. Seit 2003 hat sich die Anzahl der Betriebe um rund 460 (12,9 Prozent) erhöht, der Umsatz stieg um rund 1,5 Milliarden Euro (2003: 2,7 Milliarden Euro) oder 56 Prozent. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stieg in diesem Zeitraum um 2,9 Prozent.


Handwerk bedeutender Wirtschaftsfaktor

Ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Stadt Konstanz ist das Handwerk. 2008 erwirtschafteten die rund 730 in Konstanz ansässigen Handwerksbetriebe mit ihren 7.320 Beschäftigten rund 656 Mio. Euro (2004: 543 Mio. Euro) oder 20,8 Prozent mehr als 2004. Auch der Einzelhandel entwickelt sich in den ersten acht Monaten des aktuellen Jahres erfreulich: der Zuwachs beträgt im Vorjahresvergleich 2,9 Prozent und ist damit deutlich positiver als in Baden-Württemberg (plus 1,8 Prozent) und auf Bundesebene (plus 1,5 Prozent). Mit einer Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent im August 2010 blieb der Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr (August 2009: 4,9 Prozent) stabil.


Führender Life Science-Standort am See

Konstanz ist der führende Life Science Standort am Bodensee, bezogen auf die hochqualifizierten Arbeitsplätze in Forschung, Entwicklung und Produktion. Im Bereich der Forschung und Entwicklung von Produkten arbeiten über 2.700 Beschäftigte (10 Prozent aller Arbeitsplätze) - Kliniken, Ärzte, Pflege- und Versorgungszentren nicht mitgezählt. Eine Netto-Wertschöpfung von bis zu 280 Millionen Euro in Konstanz verdeutlicht die Wichtigkeit dieses Netzwerkes. Das wichtigste Netzwerk am Bodensee, welches Wissenschaft und Wirtschaft verknüpft, ist BioLAGO



Zuletzt aktualisiert am: 05.10.2010

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