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200 Jahre jüdische Religionsgemeinschaft in Baden. Gleiche Rechte für alle?

Am 14. Juli wird im Landratsamt Konstanz um 19 Uhr eine Ausstellung eröffnet, die sich mit der Geschichte der jüdischen Religionsgemeinschaft in Baden auseinander setzt. Zur Begrüßung sprechen Landrat Frank Hämmerle, Oberbürgermeister Hors Frank und Prof. Dr. Volker Rödel vom Landesarchiv Baden-Württemberg. Eine Einführung in die Schau geben Dr. Uri R. Kaufmann, Dossenheim und Kreisarchivar Wolfgang Kramer, Konstanz.


Das Jahr 1809 bildet eine wichtige Zäsur in der Geschichte der Juden in Baden. Das junge Großherzogtum erkannte als erster Staat in Deutschland die jüdische Religionsgemeinschaft auf Dauer an. Der „Oberrat der Israeliten Badens" wurde geschaffen. Die Wanderausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg greift das 200-jährige Jubiläum der „Israelitischen Religionsgemeinschaft Baden" auf und zeichnet in einem großen Bogen die Geschichte der Juden in diesem Raum vom Mittelalter bis in die Gegenwart nach.

 

Innen- und Außensichten wechseln einander ab. Es ist die Rede von angesehenen jüdischen Hoflieferanten, Textilhändlern und Kaufleuten, aber auch von gering geachteten Hausierern und Betteljuden. Die Ausstellung schildert in vielen Facetten die badisch-jüdische Geschichte. Zahlreiche Dokumente und Exponate aus dem In- und Ausland verdeutlichen, welchen Beitrag die jüdische Bevölkerung zur Entwicklung Badens vor allem im 19. Jahrhundert leistete.

 

Die Ausstellung dokumentiert den langen Kampf um die bürgerliche Gleichstellung dieser religiösen Minderheit - auch und gerade gegen antisemitische Angriffe und Diffamierungen. Die Zerstörung rechtsstaatlicher Ordnungen im Nationalsozialismus, die Verfolgung und Ermordung jüdischer Bürger stellt die Frage nach Verantwortung und Widerstand. Die Schilderung des jüdischen Lebens in der Gegenwart berichtet vom mühsamen „Aufbau nach dem Untergang".

 

Die Wanderausstellung, des Landesarchivs Baden-Württemberg in Unterstützung

durch die Israelitische Religionsgemeinschaft Baden und die Stiftung

„Bücherei des Judentums", wird ergänzt durch einen regional geprägten Teil, der die vier ehemaligen jüdischen Gemeinden der Region näher betrachtet.

 

Begleitprogramm

Ein umfangreiches Begleitprogramm, bis in den November hinein, ergänzt die Ausstellung. So stimmt am 13. Juli, 19 Uhr ein Vortrag auf die Ausstellung ein: Der Gailinger Ortshistoriker Detlef Girres spricht über „Die jüdischen Gemeinden im Hegau und am See". Ort Jüdische Gemeinde Konstanz, Obere Laube 48.

 

 

Die Ausstellung wird präsentiert von:

dem Landesarchiv Baden Württemberg, dem Landkreis Konstanz, dem Kulturbüro der Stadt Konstanz, der Jüdischen Gemeinde, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit, der Volkshochschule Konstanz-Singen e.V. und dem Hegau-Geschichtsverein.

 

 

Ausstellungsdauer: 15. Juli bis 28. August

 

 

Landratsamt Konstanz

Referat für Kultur und Geschichte

Kreisarchiv

Winterersteig 5-7

78462 Konstanz

Öffnungszeiten: Mo bis Do 8 - 12 Uhr und 14 - 16 Uhr, Fr 8 - 12 Uhr.

 

 

Führungen

Führungen für Gruppen und Schulklassen auf Anfrage beim Kreisarchiv. Öffentliche Führungen mittwochs, 17 Uhr.

Anmeldung: Tel: 07531 / 800-1901

 Mail: kreisarchiv@lrakn.de

 

 

Begleitpublikation

Gleiche Rechte für alle? 200 Jahre jüdische Religionsgemeinschaft

in Baden. Herausgegeben vom Landesarchiv Baden-Württemberg.

Bearbeitet von Uri R. Kaufmann zusammen mit Rainer Brüning.

184 Seiten, reich bebildert. Ostfildern: Jan Thorbecke Verlag 2009.

EUR 19,80.



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