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Kooperation der Städte macht die Region stark

Die Vertreter der Kommunen des Internationalen Städtebundes Bodensee (ISB) trafen sich am 24.2.10 in Konstanz. Vorrangiges Ziel der 24 Bodensee-Städte ist, die Region stärker miteinander zu vernetzen.

Der Städtebund will sich in den kommenden Jahren für ein verstärktes Zusammenwachsen der Region und ihrer Bürgerinnen und Bürger engagieren. Bei ihrer Versammlung in Konstanz bildeten die Verkehrsituation in der Bodenseeregion, gemeinsame Energiestandards, Kultur- und Schul- Projekte sowie die Förderung des Wissens untereinander in der Region Schwerpunkte.

Ein Baustein des Zusammenwachsens soll eine Zulosung von Städtefreundschaften in der Region sein. Durch Losverfahren kamen am Mittwoch die ersten 12 Städtepaare zueinander. Konstanz wird für die nächsten zwei Jahre mit Romanshorn den verstärkten Austausch suchen. Ziel dieser Städte ist es, in den kommenden Jahren den Austausch der Bürger, Vereine und Gruppen untereinander zu fördern, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen.

In eine ähnliche Richtung weist ein Projekt Schülerbegegnung, welches 2010 mit einigen Schulen der drei Länder im Elementarschulbereich startet. Ebenfalls mit dem Ziel der besseren gegenseitigen Information soll ein wöchentlicher Newsletter des ISB in Kürze erscheinen. Informationen und wichtige Nachrichten in diesem Newsletter können zwischen den Verwaltungen der Kommunen, aber auch den gewählten Volksvertretern der Gremien sowie den Medien für mehr thematischen und inhaltlichen Austausch innerhalb unserer Region sorgen.

Verbessungen im öffentlichen Verkehr angestrebt
Infrastruktur und Angebote im öffentlichen Verkehr sind ein enormer Standort- und Wettbewerbsvorteil. Auch aus umweltpolitischer Sicht ist der Öffentliche Verkehr eine absolute Notwendigkeit. So meint der ISB, dass schnelle und regelmäßige Verkehrsverbindungen für den zunehmenden Personenverkehr eine Grundvoraussetzung seien und darüber hinaus ein wichtiges Standortkriterium für internationale Unternehmen, wovon die ganze Region Euro-Bodensee profitieren kann, so die Vertreter des ISB. Der Anschluss der Region Euro-Bodensee an die Metropolitanregion Zürich, welche als der wirtschaftliche Motor der Schweiz bezeichnet wird, ist für die Bodensee Region ebenso bedeutend, wie die gute Anbindung an die Regionen Stuttgart, Ulm und München, führen sie weiterhin aus. Sie fordern ebenso Verbessungen im Nahverkehr.
Die 24 Städtevertreter entschieden sich unter anderem für ein Projekt, welches die Zeppelin-Universität Friedrichshafen in den kommenden zwei Jahren durchführen wird: Es sollen die Möglichkeiten der grenzübergreifenden kommunalen Zusammenarbeit in der Region untersucht und Vorschläge für die konkrete Weiterentwicklung der kommunalen Zusammenarbeit erarbeitet werden. Dieses Projekt wird von der deutschen Wüstenrot-Stiftung gefördert und finanziert.

Jubiläen gemeinsam vorbereiten
Die Zusammenarbeit bei den künftigen großen Jubiläen der Bodenseeregion war ein weiteres Thema der Jahresversammlung des ISB. Die Kooperation beginnt im Jahre 2012 mit dem Gallus-Jahr der Region.
Und im Jahre 2014 erinnert Konstanz mit der gesamten Region an das geschichtliche Ereignis des Konzils von Konstanz. Auch hier werden bereits jetzt gemeinsame Vorbereitungen realisiert. Im Bereich der Kultur möchte der Städtebund einen Museumspass für die Bürger der Region Bodensee auf den Weg bringen. Mit diesem wird für Museen und Ausstellungen den Mitgliedsstädten geworben und der Besuch dort attraktiv gemacht.

„Nah am Bürger"
In seinem Rückblick auf das Jahr 2009 unterstrich der erste Vorsitzende des ISB, Oberbürgermeister Horst Frank, dass die Gründung des Städtebundes ein wichtiger Schritt für die gesamte Region gewesen sei. Die Städte seien „nah am Bürger" und daher in erster Linie legitime Sprecher für die Interessen der Menschen in der Bodenseeregion. Das sei wichtig für die Strategien und die gemeinsame Entwicklung der Region. Das Jahr 2009 sei geprägt gewesen vom Aufbau der gemeinsamen Struktur, von der Entwicklung der Arbeit der Lenkungsgruppe und der Orientierung bei den zentralen Themen der Städte und Kommunen in der Region.
Der Vorsitzende für 2010, Gemeindeammann Norbert Senn aus Romanshorn, zeigte weitere Perspektiven für den ISB auf. Das Wissen voneinander und das gegenseitige Verständnis seien eine wichtige Grundlage der künftigen Arbeit des ISB. Oft gebe es Erfahrungen, Lösungen oder Ideen in anderen Kommunen, welche in der Gemeinschaft der Städte ausgetauscht werden können. Konkrete Aktionen zum Kennenlernen, zur Bildung des gemeinsamen Bewusstseins, sind ihm daher eine Herzensangelegenheit.

Zu vertreten: 650 000 Einwohner
Der ISB müsse sich aber auch gegenüber den Gremien in Brüssel, gegenüber der IBK (Internationalen Bodensee Konferenz) und in der Region Bodensee als kompetenter und machtvoller Gesprächspartner positionieren. Immerhin vertritt der ISB bereits über 650.000 Einwohner der Bodenseeregion. Im Übrigen sei der ISB offen für neue Mitglieder, die seine Ziele mittragen wollen. Es komme darauf an, dass die Region durch ein kraftvolles gemeinsames Auftreten im Wettbewerb der Regionen ihre Potenziale entwickle.

Drei Vorsitzende gewählt, darunter OB Frank
Zum ersten Mal seit Jahren schlossen 24 Städte in der Region ein Bündnis, das ohne Rücksicht auf Staatsgrenzen eine neue Einigkeit definiert und die Bedeutung der Region dokumentiert. Die Versammlung wählte aus den Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz drei Vorsitzende: Horst Frank, Oberbürgermeister aus Konstanz, Norbert Senn, Gemeindeammann von Romanshorn, und Markus Linhart, Bürgermeister von Bregenz. Die drei Stadtoberhäupter sind für drei Jahre gewählt. Der Vorsitz wird zwischen den drei Gewählten rotierend jeweils für ein Jahr ausgeübt.

Darüber hinaus wurde eine Lenkungsgruppe gebildet, die die laufenden Geschäfte führt. Der Lenkungsgruppe gehören für Deutschland an Horst Frank (Konstanz), Hermann Vogler (Ravensburg) und Petra Meier to Bernd-Seidl (Lindau). Österreich ist vertreten durch Markus Linhart (Bregenz), Wolfgang Rümmele (Dornbirn) und Xaver Sinz (Lochau). Für die Schweiz ist Norbert Senn (Romanshorn), Peter Käppler (Schaffhausen) und Thomas Scheitlin (St. Gallen) in der Lenkungsgruppe vertreten. Zur organisatorischen Unterstützung wählten die Stadtoberhäupter Friedrichshafens Oberbürgermeister Josef Büchelmeier a.D. zum Geschäftsführer.

OB Frank wird von Radio-7 Reporter interviewt im Rahmen der Hauptversammlung des Internationalen Städtebundes Bodensee
OB Frank wird von Radio-7 Reporter interviewt im Rahmen der Hauptversammlung des Internationalen Städtebundes Bodensee


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