Der europaweit ausgeschriebene Wettbewerb für ein Konzert- und Kongresshaus auf Klein Venedig ist einen wichtigen Schritt weiter gekommen. Am Freitag, 16. Oktober 2009, sichtete die vom Gemeinderat eingesetzte Beurteilungskommission für den Wettbewerb die Entwurfspläne, die von den Bietergemeinschaften eingereicht wurden.
Anhand von städtebaulichen, funktionalen und architektonischen Kriterien erarbeitete die Beurteilungskommission einen Vorschlag für den Gemeinderat, mit welchen der Bietergemeinschaften die Verwaltung Verhandlungen aufnehmen soll, um die Entwürfe weiter zu entwickeln. Ein wichtiges Kriterium der Bewertung bildete auch die Finanzkalkulation. Der Gemeinderat hat als Kostenrahmen für das Projekt einen Rahmen für die Gesamtkosten des Gebäudes von 48 Mio. Euro vorgegeben. Dieser Betrag darf nicht überschritten werden.
Die Beurteilungskommission empfiehlt dem Gemeinderat, mit einer reduzierten Anzahl von Bietergemeinschaften weiter zu verhandeln. Ihre Planungsentwürfe haben das Potenzial einer gelungenen städtebaulichen Lösung und erfüllen die hohen technischen Anforderungen, die zum Beispiel an die Akustik und die energetischen Konzepte gestellt werden. Aus verfahrenstechnischen Gründen ist es nicht zulässig, die Entwürfe bereits im jetzigen Stand des Verfahrens öffentlich zu präsentieren.
Die Beurteilungskommission zum Wettbewerb des Konzert- und Kongresshauses besteht aus Gemeinderäten, der Verwaltungsspitze, Architekten, Städtebauern und Landschaftsplanern. Das weitere Verfahren sieht vor, dass der Gemeinderat im November die Verhandlungspartner festlegt. Im Januar soll dann der Beschluss für den Entwurf getroffen werden, der den Bürgern zur Entscheidung vorgelegt wird.
Zur Vorgeschichte: Der kombinierte Architektur- und Realisierungswettbewerb für das Konzert- und Kongresshaus wurde im September 2008 ausgeschrieben. Für ihn hatten sich Bietergemeinschaften, bestehend aus Architekten, Bauunternehmen und Hotelinvestoren u.a. zusammengefunden und um die Teilnahme beworben. Unter diesen Bewerbern hatte der Gemeinderat nach bestimmten Kriterien bereits eine Vorauswahl getroffen, an die im April 2009 der vom Gemeinderat beschlossene Auslobungstext verschickt wurde.
Zuletzt aktualisiert am: 19.10.2009
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