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Heute geht's los: Konstanz feiert die Literatur

Unter dem Motto „grenzenlos“ beginnen heute die Baden-Württembergischen Literaturtage in Konstanz. Oberbürgermeister Horst Frank eröffnet das Festival um 20 Uhr im Neuwerk (Oberlohnstraße 3). Bis zum 5. November werden mehr als 80 Akteure, Schriftsteller und Künstler aus der Region, aus Baden-Württemberg und ganz Deutschland, aus Österreich und der Schweiz zu Gast in Konstanz sein und verwandeln damit die Stadt zum See für die kommenden drei Wochen zur Literatur-Hauptstadt des Landes.


In zahlreichen Lesungen, Aktionen, Literaturspaziergängen und künstlerischen Veranstaltungen wird das Motto aus den unterschiedlichsten Richtungen beleuchtet. Literarische Grenzgänger laden dazu ein, das Blickfeld zu erweitern, neue Welten zu begreifen und scheinbar klar definierte Schranken durchlässig zu machen - hinweg über Sprachen, Kulturen und Generationen, hinweg über mentale, physische, biographische, politische oder geographische Markierungen. Dabei werden die Veranstaltungen selbst Grenzen überschreiten: Literatur trifft auf Musik oder auf Bildende Kunst. Literatur lässt sich ein auf die Neuen Medien oder kehrt zurück zu ihrem Ursprung, dem Erzählen. Junge Lyrik trifft auf Poetry Slam. Zahlreiche Highlights halten die Besucher des Festivals über die Dauer von drei Wochen in Atem.


 

Auftakt mit drei Autoren der Seeanrainer

Den Auftakt des Festivals gestalten drei Autoren der Seeanrainer: Annette Pehnt aus Baden-Württemberg, Catalin Dorian Florescu, aus der Schweiz und
Arno Geiger aus Österreich. Sie geben Kostproben aus ihren Texten und diskutieren mit Hansgeorg Schmidt-Bergmann, Leiter des Museums für Literatur
am Oberrhein, über das Thema Grenze(n). Alle drei beleuchten die Thematik auf unterschiedliche Weise. Florescu liest an diesem Abend aus seinem Roman der blinde Masseur, eine Geschichte um Flucht und Rückkehr. Arno Geiger liest aus „Der alte König nimmt den Hut" - eine Auseinandersetzung mit der Alzheimererkrankung seines Vaters. Annette Pehnt liest aus „Grenzstücke": einer kleinen Erzählung über verschiedene Grenzen wie die deutsch-deutsche oder die nordirische.


 

Martin Walser liest im Konzil

Auf die Eröffnung des Literaturfestivals folgt ein abwechslungsreiches, literaturintensives Wochenende: Martin Walser, Georg-Büchner-Preisträger und Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels, wird am Samstag um 18.30 Uhr im Konzil aus seinem Roman „Ein liebender Mann" lesen. Direkt davor, um 17 Uhr liest Angelika Overath am Flugplatz aus ihrem Roman „Flughafenfische": Auf einem Flughafen kreuzen sich die Lebenslinien von Menschen; Overath beschreibt die Berührungen zwischen diesen Menschen und öffnet damit irritierende Innenräume. Ebenfalls absolut hörenswert: Sibylle Lewitscharoff. Im Museum Rosenegg, Kreuzlingen liest sie am Sonntag, 19.30 Uhr, aus „Apostoloff" - einem Roman, der die bissige, rabenschwarze Abrechnung einer Tochter mit dem Vater zum Thema macht.


Eröffnung mehrerer Ausstellungen und Projekte

Gleich mehrere Ausstellungen und Projekte werden in den ersten Tagen der Literaturtage eröffnet bzw. vorgestellt. U.a. wird am Donnerstag die Installation von Philipp Schönthaler auf dem Münsterplatz eröffnet: „Installation. Turners geschichte: electronic narration". Mit der Ausstellung im EG des Lago, dem Literaturtage-Labor, zeigen Andrea Grützner und Johanna Flöter die Ergebnisse ihres Projektes „Die Literatten": Sieben Paten - Künstler aus der Region - sind mit sieben weißen, pyramidenförmigen Skulpturen an unterschiedliche Plätze der Stadt gezogen. Vor Ort haben Künstler und Passanten „Die Literatten" mit Kommentaren versehen und zum Anlass für kleine kulturelle Events genommen. Am 16. Oktober wird die Ausstellung um 20.30 Uhr eröffnet. Connie Haag wird dem von ihr gewählten Literatten-Stadtteil Stadelhofen eine Lesung widmen. Zu Gast auf der literarischen Aktionsbühne ist an diesem Abend außerdem die Autorengruppe „Der siebte Stock" von der Konstanzer Universität. Die Ausstellung dauert bis 30. Oktober. Ein Audiovisuelles Projekt der Regisseurin Hedwig Huber „WIE LANGE NOCH IMMER WIEDER DASSELBE?"
wird vom 15. Oktober bis 5. November in der Innenstadt von Konstanz zu erleben sein.


 

Stadt verleiht Förderpreis für junge KünstlerInnen

Der Förderpreis für junge KünstlerInnen, den die Stadt Konstanz alle zwei Jahre vergibt, wird am Samstag, 17. Oktober um 20 Uhr im Kulturzentrum am Münster verliehen: die Preisträger Kristina Schoch, Musik, Bernd Kirschner, Bildende Kunst und Björn Kern, Literatur, geben Kostproben ihres Könnens.

Zahlreiche weitere Veranstaltungen bieten spannende Unterhaltung: von der Schreibwerkstatt über literarische Führungen per Fuß oder Pedal bis hin zur Auseinandersetzung mit fast vergessenen Autoren der Stadt.


Spannende und abwechslungsreiche Wochen mit vielen Highlights folgen

Dies alles ist nur ein Blick auf die ersten Tage der Baden-Württembergischen Literaturtage - zwei weitere spannende und abwechslungsreiche Wochen mit vielen Highlights folgen: zum Beispiel der grenzenlose Mundwerk-Erzählkunsttag, die lange Nacht der Jungen Lyrik, der Verkaufsoffene Sonntag mit einem umfangreichen literarischen Angebot, die Splitternacht der Worte mit Konstanzer und Kreuzlinger Autoren oder auch die Lesungen von Ilma Rakusa, Maria Cecilia Barbetta, Ferdiun Zaimoglu und vielen anderen.


Das gesamte Programm und weitere Infos unter:



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