Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche







Inhaltsbereich

WIE LANGE NOCH IMMER WIEDER DASSELBE?

Ein audiovisuelles Projekt über das Alltagsphänomen Langeweile und die Verödung der Innenstadt vom Mittwoch, 15. Juli bis Sonntag, 2. August 2009
Vernissage, 14. Juli 09 um 19:30 Uhr, Foyer Kulturzentrum am Münster, Konstanz


WIE LANGE NOCH IMMER WIEDER DASSELBE? ein audiovisueller Rundgang mit Suchspiel in der Fußgängerzone von Konstanz.

Museumsshop, Kulturzentrum am Münster, Wessenbergstr.39 Konstanz (Ausgabe des Spiel- und Audiomaterials)

Öffnungszeiten: Di - Fr von 10:00 - 18:00 Uhr Sa & So von 10:00 - 17:00 Uhr KONTAKT: E-Mail: hedwighuber@gmx.net; mobil 0041-76-302 53 46

Konzept & Künstlerische Realisierung: Hedwig Huber
Sprecherin Hörstück: Ilil Land-Boss
Produktionsleitung: Hedwig Huber
Außerdem: Estelle Gassmann (Markierung Fussgängerzone)
Andreas Bachmann (Layout)

Das Projekt wird unterstützt von: Stadt Konstanz, »Freunde u. Förderer des
Kulturzentrums am Münster«, Reginbert Keller und vielen anderen.

WIE LANGE NOCH IMMER WIEDER DASSELBE, schreibt der römische Philosoph Seneca 64 n. Christus in seinen »Briefen an Lucilius« und meint damit sein Leiden an der Langeweile. Langeweile - alias Qual, Ennui, Stumpfsinn, Überdruss, Trübsinn, Geschwafel, Apathie, Lustlosigkeit, Schwerfälligkeit, Lethargie, Schlaffheit, Trägheit usw. - ist ein komplexes Phänomen und im großen und ganzen ein Produkt der Wiederholung.

Die Strategien, dem Zustand der Langeweile zu entfliehen, sind zahlreich: Eine davon ist sicherlich die Lieblingsbeschäftigung im 21. Jahrhundert, das »Shoppen«. Auffallend ist es, dass sich die Shopping-Destinationen verdächtig ähnlich sind und IMMER WIEDER mehr oder weniger DASSELBE zu sehen ist...

Das audiovisuelle Projekt WIE LANGE NOCH IMMER WIEDER DASSELBE? der Regisseurin Hedwig Huber verführt nun mit einem Suchparcours entlang der Shopping-Meile von Konstanz, sich der langen Weile als Flaneur hinzugeben und sich auf ungewohnte Art und Weise im wohl vertrauten Terrain der Fußgängerzone zu bewegen. Als Begleitung wird einem ein literarisch-philosophisches Hörstück offeriert, das man sich mit einem MP3-Player ins Ohr setzen kann:

Gustave Flauberts legendäre Figur der Madame Bovary trifft dort akustisch auf Michel Houellebecqs jungen Informatiker aus Ausweitung der Kampfzone. Sören Kierkegaard, Hans Blumenberg und andere Denker der letzten Jahrhunderte äußern sich zu einem Phänomen, das in der menschlichen Kulturgeschichte der Empfindungen in den verschiedenartigsten Formen und Gestalten sichtbar wurde. Spielerisch und mit einem ironisch-frechen Ton will das Projekt dazu einladen, den öffentlichen Raum anders wahrzunehmen, und nebenbei eine Annäherung an das Alltagsphänomen »Langeweile« wagen, das wohl jedem in seiner tragischen Banalität vertraut sein wird.

»Der Grund dafür, dass Langeweile solche genaue Erforschung verdient, ist, dass sie reine, unverdünnte Zeit in all ihrer sich wiederholenden übermäßigen monotonen Herrlichkeit verkörpert.« (Joseph Brodsky in »Lob der Langeweile«)

HEDWIG HUBER - Konzept & Audioregie & Künstlerische Realisierung
Lebt nach vielen Jahren in Konstanz nun in Zürich und ist seit 2003 als freischaffende Regisseurin in Deutschland und der Schweiz tätig.
Regiearbeiten (Auswahl): Robinson, Tanztheater, Text: Zsuzsanna Gahse, Neuwerk Konstanz und Pathos Transport
Theater München Festival „Zeigt euch!" 2003. GleichZeitig von Jewgeni Grischkowez,
Kommunales Kulturzentrum K 9 Konstanz. Lipophile Lieder. Ein Ausstellungskommentar.
Städtische Wessenberg-Galerie Konstanz 2006. Aushäusig, literarisch-musikalische Installation über Exotismus: Maurischer Saal im Hotel Halm Konstanz 2007.
2007 Regiemitarbeit in Der rote Ursprung von Valère Novarina, Regie: Leopold von Verschuer, Theater am Neumarkt Zürich.
Mai 2008, Publikumsberatung von Kathrin Röggla, Co-Regie, Theater am Neumarkt Zürich.

ILIL LAND-BOSS - Sprecherin Hörstück
Lebt in Köln und arbeitet in Deutschland und Frankreich als Schauspielerin und Performerin.
Schauspielengagements & Performance - und Tanzarbeiten(Auswahl):
Khamoro, Regie: Rahim Burhan,Tournée u.a. EXPO Bern, Kroatien, England 2003. Un riche, trois pauvres (Louis Calaferte), Regie: Arbab Ahmed Arbab, Paris 2004 . Qu`est- ce qu`il reste, Regie: Pascale Oyer Compagnie de la Yole, Paris 2004/2006.Executionground
- Hingerichtet sind alle Augen auf..., Konzept: André Jolles, Orangerie Köln (Reihe TanzKonkret), Festival NovArt Bordeaux, Kunsthaus Rhenania, 2006-2007. The Circle Camp, Inszenierung: Signa Soerensen, Metropolis Festival Kopenhagen, 2007.Die Erscheinungen der Martha Rubin, Nonstop-Performance-Installation von SIGNA (DK), Inszenierung: Signa Soerensen, Schauspiel Köln und eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2008. Die Komplex Nord Method, Nonstop-Performance-Installation von SIGNA, Inszenierung: Signa Soerensen, Steirischer Herbst Graz 2008.

ESTELLE GASSMANN - Markierung Fussgängerzone (Abfall-Sujets)
Lebt in Zürich. Seit 2006 als selbständige Textil-und Produktdesignerin (HGK Luzern & HGK Zürich) tätig.
Eigene Tellerkollektion, Bett-u.Tischwäsche (www.esteller.ch). Einzelausstellungen:
teller_erzähler, station 21 Zürich. Frühling-Erwachen..., Betten Thaler Luzern.
Blickfangmesse, Kongresshaus Zürich. Ausstellungsteilnahme: Porzellan-Weisses Gold, Museum Bellerive Juli 2009.

ANDREAS BACHMANN - Layout Spielplan & Flyer
Lebt in Biel/Bienne und arbeitet seit 1994 als Graphiker und Illustrator. Zahlreiche Künstlerische Arbeiten und Recherchen (Zeichnung, Malerei, Collage).



Zuletzt aktualisiert am: 10.07.2009

Ende Inhaltsbereich