Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche





Inhaltsbereich

Halten gefährlicher Hunde

Polizeiverordnung Baden-Württemberg über das Halten gefährlicher Hunde (PolVOgH) vom 03.08.2000

Die Polizeiverordnung Baden-Württemberg über das Halten gefährlicher Hunde (PolVOgH) soll Menschen und Tiere vor den Gefahren schützen, die von gefährlichen Hunden ausgehen.

Die Haltung von Hunden der Rassen
• American-Staffordshire-Terrier
• Bullterrier
• Pit-Bullterrier
sowie deren Kreuzungen ist der Ortspolizeibehörde der Stadt Konstanz, Bürgeramt, Abt. Öffentliche Sicherheit, Untere Laube 24, Zi.-Nr. 1.09, Frau Beirer nach Terminvereinbarung (Tel. 07531/900-802) anzuzeigen. Für die Anmeldung und den Verwaltungsaufwand, der mit der Überprüfung/Überwachung des Hundes verbunden ist, wird eine Gebühr in Höhe von 25 Euro berechnet.
Zur Widerlegung der Vermutung, dass der jeweilige Hund der genannten Rassen oder deren Kreuzungen als Kampfhund einzustufen ist (weil er eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen und Tieren aufweist), muss er an einer Verhaltensprüfung beim Landratsamt Konstanz - Veterinäramt - teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt ebenfalls über die Ortspolizeibehörde der Stadt Konstanz, Bürgeramt, Abt. Öffentliche Sicherheit, Untere Laube 24, Zi.-Nr. 1.09, Frau Beirer (Tel. 07531/900-802). Die Kosten betragen ca. 250 Euro und sind vom Hundehalter zu tragen.

Auch mit bestandenem Wesenstest besteht außerhalb des umzäunten Privatgrundstückes Leinenpflicht für die Hunde der o.g. Rassen, die älter als 6 Monate sind. Darüber hinaus gelten noch weitere besondere Halterpflichten.
Die Eigenschaft als Kampfhund kann darüber hinaus im Einzelfall insbesondere bei Hunden der folgenden Rassen sowie deren Kreuzungen vorliegen, wenn zusätzliche Anhaltspunkte auf eine gesteigerte Aggressivität und Gefährlichkeit gegenüber Menschen oder Tieren hinweisen (ständige Leinenpflicht gilt für diese Hunderassen ebenfalls aufgrund der PolVOgH):
• Bullmastiff
• Staffordshire Bullterrier
• Dogo Argentino
• Bordeaux Dogge
• Fila Brasileiro
• Mastin Espanol
• Mastino Napoletano
• Mastiff
• Tosa Inu

Unabhängig von der Rasse gelten als gefährliche Hunde im Sinne dieser Verordnung Hunde, die aufgrund ihres Verhaltens die Annahme rechtfertigen, dass durch sie eine Gefahr für Leben und Gesundheit von Menschen oder Tieren besteht. Gefährliche Hunde sind insbesondere Hunde, die
• bissig sind,
• in aggressiver oder gefahrendrohender Weise Menschen oder Tiere anspringen,
• zum unkontrollierten Hetzen oder Reißen von Wild oder Vieh oder anderen Tieren neigen
Auch für diese Hundehalter gelten die besonderen Halterpflichten aus der Polizeiverordnung über das Halten gefährlicher Hunde.

Beißvorfälle sind daher unabhängig von der Hunderasse, der Ortspolizeibehörde der Stadt Konstanz, Bürgeramt, Abt. Öffentliche Sicherheit, Untere Laube 24, Zi.-Nr. 1.09, Frau Beirer (Tel. 07531/900-802) anzuzeigen. Von dort wird dann die sachkundige Überprüfung des Hundes hinsichtlich seines Aggressionspotenzials veranlasst. Es wird dann im Einzelfall entschieden, ob zum Schutz der Allgemeinheit ein Leinenzwang oder ein Leinen- / und Maulkorbzwang erforderlich ist.

Annette Beirer



Ende Inhaltsbereich


PolVOgH [PDF, 24 kb]

Polizeiverordnung Baden-Württemberg über das Halten gefährlicher Hunde vom 03.08.2000