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LA 21 - Der Auftrag von Rio

"Nur innerhalb des Spielraums, den die Natur als Lebensgrundlage bereitstellt, ist wirtschaftliche Entwicklung und dauerhafte Wohlfahrt möglich."

UBA (Umweltbundesamt)



Die Ergebnisse von Johannesburg haben den Auftrag von Rio neu bestätigt. Der weiterhin gültige Ansatz besteht in der Erkenntnis, dass die ökonomischen, ökologischen und sozialen Probleme der Menschheit nicht einzeln sondern nur vernetzt überwunden werden können. Zur Erreichung dieses Zieles ist das Zusammenwirken aller Akteure erforderlich (globale Partnerschaft). In Kapitel 28 der Agenda 21 ist der spezielle Auftrag an die Kommunen formuliert.


Der zentrale Begriff der Nachhaltigkeit verlangt, alle Handlungen unter langfristigen, generationsübergreifenden Aspekten zu bewerten und danach auszurichten. Im einzelnen heißt dies:

  • Deckung der Grundbedürfnisse und Verbesserung des Lebensstandards aller Menschen;
  • Erhöhung der sozialen Gerechtigkeit und Chancengleichheit zwischen 1. und 3. Welt
  • Reduktion des Ressourcenverbrauchs
  • Schutz und bessere Bewirtschaftung der Ökosysteme
    Die Tragfähigkeit des geschlossenen Systems "Erde" darf insgesamt nicht überstrapaziert werden
  • Orientierung der gesellschaftlichen und politischen Kultur an dem Prinzip der Partnerschaft, Kooperation und Partizipation
  • Konsensorientierte Entscheidungen

Dies erfordert eine grundlegende Änderung der (individuellen und nationalen) Verhaltensweisen durch Veränderungen der Produktionsformen und des Konsumverhaltens.
Die Inhalte der Agenda 21 von Rio sind nicht kurzfristig umzusetzen. Werte und Normen lassen sich nur schrittweise verändern. Insofern ist die Agenda 21 als globaler Lernprozess zu verstehen, der schrittweise spürbare Veränderungen erzeugen will. Die Agenda 21 umfasst damit gleichzeitig einen Auftrag zur Durchführung eines Prozesses ("Der Weg als Ziel") als auch die Definition von Zielen.



Was hat dies alles mit meiner Kommune, meinem unmittelbarem Lebensumfeld zu tun?



"Die Umwelt- und Entwicklungsprobleme treten besonders deutlich in Städten und Gemeinden auf, da sich hier die Bevölkerung, die Güterproduktion, die Energie- und Stoffumsätze, die intensive Nutzung von Flächen sowie die Verkehrsvorgänge [und die sichtbaren sozialen Auswirkungen globaler Umwälzungen im Wirtschaftsgefüge, d.V.] konzentrieren.

Daher ist die Mitwirkung der Kommunen ein entscheidender Faktor für die Umsetzung der Agenda 21. Einen Handlungsrahmen für eine nachhaltige kommunale Entwicklung bildet die in Kapitel 28 niedergelegte Lokale Agenda. Gefordert wird, dass "jede Kommunalverwaltung in eine Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine "kommunale Agenda 21" beschließen soll.

Die Kommunen haben sich dabei an einem Leitbild der nachhaltigen Entwicklung zu orientieren." 



(Zitat aus BMU [Hrsg.] : "Die Lokale Agenda 21 in Deutschland - Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in den Kommunen." Berlin März 2001)



Einen äußerst lohnenswerten Überblick zu Aktivitäten im Rahmen der LA 21 in Städten und Gemeinden deutschlandweit erhalten Sie unter www.ecolo-bremen.de


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