Hauptnavigation | Inhaltsbereich | Seitenfunktionen
Volltextsuche




Inhaltsbereich

Prominente Paten


Nicht nur über Tickets und Werbung vonseiten der Institutionen und Vereine dürfen wir uns freuen - auch einige prominente KünstlerInnen unterstützen die Kulturtafel Konstanz und verbreiten die Idee über ihre Netzwerke.

 

Jeremias Heppeler

Jeremias Heppeler, freier Texter, Filmemacher und intermedial arbeitender Künstler, ist der Gewinner des »Förderpreis der Stadt Konstanz - Junge Kunst!« 2017 in der Sparte Bildende Kunst. Seine aktuelle Ausstellung »Im Antlitz der Bytes« wird im Gewölbekeller im Kulturzentrum noch bis zum 07.01.18 gezeigt. Im Interview beantwortet er einige Fragen.

 

Warum unterstützen Sie als Künstler die Kulturtafel Konstanz als Ehrenpate und wie sind Sie auf die Initiative aufmerksam geworden?

„Ich habe ein einfach Credo, dass ich mir in der Vergangenheit immer wieder auf die Fahnen geschrieben habe: Kunst darf nichts und niemanden ausschließen. Das ist inhaltlich zwar nicht immer möglich, aber verwaltungstechnisch durchaus. Deshalb finde ich es besonders wichtig, dass auch Menschen, die finanziell vielleicht nicht so gut aufgestellt sind, die Chance haben, Konzerte, Theater und Ausstellungen zu besuchen. Da müssen wir als Gesellschaft irgendwie Wege finden - und das beginnt im kleinen. Darum ist die Kulturtafel ein wirklich gute und wichtige Sache. Ich selbst weiß von diesem Projekt noch gar nicht so lange und habe online davon erfahren - auch deshalb möchte ich mich engagieren, dass wir ein wenig mehr Aufmerksamkeit generiere können."

 

Wie sind Sie zur Arbeit im kulturellen Bereich gekommen?

„Von kleinauf hatte ich eine große Faszination für Popkultur und Literatur. Ich habe mich früh an den Plattenschrank und die Bücherregale meines Vaters gewagt und dann schon als kleiner Pimpf Dinge versucht zu hören und zu lesen, die ich keinen Millimeter verstanden habe. Die Neugier ist aber geblieben und zwar bis in mein Studium der Germanistik. Weil ich parallel dazu schon als Kulturjournalist gearbeitet habe, hatte ich es irgendwann satt immer nur über die Arbeit anderer zu schreiben. Aus diesem Ungenügen heraus habe ich meine erste Ausstellung konzipiert."

 

Wie möchten Sie das kulturelle Leben in Konstanz erleben und mitgestalten?

„Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn natürlich gibt es eine Menge Ideen, die mir durch den Schädel schwirren, aber an jeder kulturellen Veranstaltungen hängt auch immer ein verwaltungstechnischer Rattenschwanz. Allerdings habe ich als Förderpreisträger das große Glück, dass ich einer Menge dieser zunächst wirren Ideen tatsächlich umsetzen kann. Dabei liegen mit der Premiere meines Dokumentarfilms „Allein mir fehlt der Glaube" und der Eröffnung meiner Ausstellung „Im Antlitz der Bytes" zwei Großprojekte nur wenige Tage zurück - daran möchte ich unbedingt anknüpfen. Darüber hinaus gestaltet man aber auch als Besucher und Rezipient das Kulturleben mit - und da bin ich ganz klarer Fan von Institutionen wie dem Zebra Kino oder dem Kulturladen. Darüber hinaus habe ich das Gefühl, dass das Konstanzer Kulturleben in der Vergangenheit an Vielfalt, aber auch an Durchschlagskraft gewonnen hat. Das ist sicherlich auch der Verdienst von Menschen und Kämpfern wie Felix Strasser."

 

Was war Ihr bislang schönstes Kultur-Erlebnis?

„Auch da gibt es natürlich mehrere Seiten. Als Rezipient war es vermutlich ein Konzert der Einstürzenden Neubauten in München. Mein Vater, selbst Totalfan und ich standen in der vordersten Reihe und das hat sich schnell als mittelgute Idee herausgestellt. Irgendwann während der Show hielt Soundfrickler N. U. Unruh einen Stahlträger in eine aufgestellte Flugzeugturbine, der dabei losgelassene Sound ist unbeschreiblich. Ein Gefühl zwischen Tinnitus und absoluten Hörerlebnis, das ich bis heute nicht vergessen habe. Als Kunstschaffender war es vielleicht die Auszeichnung mit dem Motion Picture 2.0 Award im ZKM Karlsruhe, den ich gemeinsam mit meinem Kollegen Jörg Locher und unserem Schauspiel-Quartett entgegen nehmen konnte. Besonders besonders war dabei die Tatsache, dass im selben Atemzug Brian Eno für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde und nur wenige Meter vor uns saß!"


Natascha Flamisch

Die gebürtige Österreicherin Natascha Flamisch ist eine international gefeierte und ausgezeichnete Jazz- und Bluessängerin, die seit vielen Jahren regelmäßig in Konstanz auftritt. Sie unterstützt die Kulturtafel von ganzem Herzen und möchte die Idee einer frei zugänglichen Kultur weitertragen. Ein Interview.

 

Warum unterstützen Sie als Sängerin und Künstlerin die Kulturtafel Konstanz als Ehrenpatin und wie sind Sie auf die Initiative aufmerksam geworden?

Entdeckt habe ich die Kulturtafel zufällig in einem online Zeitungsartikel und ich habe SOFORT auf »Email« geklickt, denn ich wusste: das möchte ich unbedingt unterstützen!

Ich habe immer die Hoffnung, dass die Menschen die in meine Konzerte kommen, für ein paar Stunden ihren Alltag und all ihre Probleme vergessen können.

Kunst, Kultur und Musik sollten nicht an finanzielle Möglichkeiten gebunden sein! Denn DAS sind die Dinge, die uns die Kraft und die Lebensfreude bringen, alles andere bewältigen zu können. Hier tankt die Seele auf und das brauchen wir alle!

 

Was war Ihr bislang schönstes Kultur-Erlebnis?

Zu sehen, dass die Musik mir Freunde aus vielen Kulturen auf der ganzen Welt geschenkt hat! Die Sprache ist nicht so wichtig wie das Gefühl füreinander.

 

Wo treten Sie ganz besonders gerne auf, wenn Sie in Konstanz sind?

Ich liebe das Jazzdowntown Festival vom Hospiz in Konstanz: 25 Bands in 25 Locations - die ganze Nacht - hier prickelt die Stadt vor unbändiger Lebensfreude!

 


Emin Hasirci

Emin Hasirci ist freischaffender Kommunikationsdesigner und Graffiti-Künstler und hat gemeinsam mit der Stadt Konstanz schon Projekte wie »Signals Under Traffic« durchgeführt. Auf seiner Homepage gibt er Einblick in seine zahlreichen Arbeiten. Ein Interview.

 

Warum unterstützen Sie als Künstler die Kulturtafel Konstanz als Ehrenpate und wie sind Sie auf die Initiative aufmerksam geworden?

Ich war spontan begeistert für die Idee: Alle Menschen sollen an Kultur teilhaben können. Einen kleinen Beitrag zur Erfüllung dieses Menschenrechts zu leisten auf unkomplizierte Weise finde ich toll!

Auf die Initiative wurde ich aufmerksam durch einen Besuch im Konstanzer Kulturbüro.

 

 

Wie möchten Sie das kulturelle Leben in Konstanz erleben und mitgestalten?

Kultur in Konstanz möchte ich als ein breitgefächertes Angebot erleben, das möglichst vielschichtig Menschen anspricht. Ich möchte das kulturelle Leben mitgestalten, vor allem durch Kunst im öffentlichen Raum, die einerseits das Stadtbild aufwertet und andererseits Menschen zur Kommunikation mit der Kunst und untereinander anregt. 

Eine konkrete Idee zur Unterstützung der Kulturtafel: Ein Teil der Teilnehmer eines Street-Art Workshops, die ich regelmäßig anbiete, nimmt ohne finanziellen Aufwand teil.

 

Wo sehen Sie Kultur-Bedarf in Konstanz?

An wenig beachteten Orten, wie zum Beispiel dem Schänzle-Areal, könnte durch gute kulturelle Ideen sicherlich ein großer Mehrwert für Bürger und Besucher entstehen.

Bedeutsam hierbei wäre, dass die Interessen des Publikums nicht außer Acht gelassen werden. Mir persönlich wäre wichtig, dass die Kultur die Menschen tatsächlich anspricht und dass die mögliche Teilhabe angenommen wird.

 

Was war Ihr bislang schönstes Kultur-Erlebnis?

Da gibt es viele. Eines davon war sicherlich das Urban-Art Event »Signals Under Traffic«, welches ich gemeinsam mit der Stadt an der Marktstätte realisierte. Das schönste daran war, zu erleben, dass sehr viele Menschen interessiert stehen blieben, in den Austausch traten und das Projekt sichtbar annahmen.




Ende Inhaltsbereich