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Kunst im öffentlichen Raum

„Kunst (von) draußen! Öffentlicher Raum als Kunstraum"

Kunst im öffentlichen Raum kann und soll anecken, anstoßen, aufregen und Fragen aufwerfen. Sie schafft Raum für einen spielerischen Umgang mit Kunst und gesellschaftlichen Fragestellungen.

Öffentlicher Raum als Kunstraum wertet das kulturelle Leben einer Stadt auf und regt zum Nachdenken über die Stadt als gemeinsamen Raum an. Das gilt nicht nur für das passive materielle Setting, der sogenannten Kunst am Bau, sondern insbesondere für die zeitweilige, flüchtige Kunst. Sie ebnet den Weg für eine kreative Erkundung der Stadt und ist lebendiges Experiment, das Teilhabe ermöglicht.

Deshalb fördert das Kulturbüro gemeinschaftsorientierte öffentliche Projekte, die nicht ursprünglich und ausschließlich für einen musealen Kunstraum, klassischen Konzertraum oder Bühne geplant sind. Wir finden Projekte spannend, die nicht vorrangig ergebnis- sondern prozess- und erfahrungsorientiert sind. Durch die Realisierung von zeitgenössischen und innovativen Kunstprojekten im Stadtraum wird der künstlerische Austausch gefördert und werden neue Netzwerke gebildet. Wir schaffen Momente, in denen sich Kulturschaffende mit ihren künstlerischen Visionen und Träumen einer breiten Öffentlichkeit stellen und bieten ihnen eine Plattform in unserer Stadt für die direkte zufällige Begegnung.

 


 

 

Von weitem nimmt man einen Frachtcontainer wahr. Beim Nähertreten gibt dieser den Blick auf eine Meeresbrandung frei, die sich in eine gewaltige Bilderflut auszubreiten scheint.

In Urbanscreen schöpften die Künstlerinnen Eva Paulitsch und Uta Weyrich aus ihrem Handyfilmarchiv, das sie Anfang April 2014 mit Filmen von Jugendlichen aus Konstanz erweitert haben. Die bewegten Bilder sind Spiegelbilder unseres Lebens, die vor dem Delete gerettet und gemeinsam in einen neuen Bedeutungszusammenhang gebracht wurden, das die Gegenwart sichtbar und lesbar macht.

 

Die gezeigten „No Story Videos" besitzen eigene authentische Erzählstrukturen, worin die Lebenswelten von Jugendlichen sichtbar werden. Die gesammelten Handyfilme stellen ein Zeitdokument der Gegenwart dar, das in Konstanz in einem Frachtcontainer auf Reisen ging.

 

Die Platzierung der Rauminstallation in unterschiedlichen sozialen Kontexten ermöglichte an dem jeweiligen Standort eine eigene Sehweise auf Lebenswirklichkeiten junger Menschen.

 

Das Urbanscreen Projekt war zum Kulturfest am 10.05.2014 im Pfalzgarten in Konstanz zu besichtigen und war dort auch nach dem Fest einige Zeit begehbar. Anschließend legte Urbanscreen im Innenhof der HTWG Konstanz einen Zwischenhalt ein und fand daraufhin auf der Marktstätte seine letzte Position in Konstanz. Die unterschiedlichen Standorte ermöglichten es das Projekt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, indem verschiedene Begegnungsräume besetzt wurden.

 

Kunst im öffentlichen Raum wird vom Kulturbüro der Stadt Konstanz gefördert.
Kunst im öffentlichen Raum soll Fragen aufwerfen und ermöglicht einen spielerischen Umgang mit Kunst und gesellschaftlichen Fragestellungen. Insbesondere temporäre Kunst ebnet den Weg für kreative Erkundungen der Stadt und ist lebendiges Experiment, das Teilhabe ermöglicht.

 

 

URBAN SCREEN

Videocollage von Eva Paulitsch und Uta Weyrich (A/D)

Im Rahmen des Kulturfests 2014 im Pfalzgarten am Münster bis 25. Mai 2014

ab dem 27. Mai 2014 im Innenhof der HTWG Konstanz 

 

Das Kulturbüro als Initiator dieses Projektes bringt Jugendliche über die Kunst mit Menschen aller Generationen und Kulturen ins Gespräch über ihren Stadt(t)raum.

 

»Wo stehen wir? Stadt aus dem Blickwinkel Jugendlicher«

Zum Kulturfest »Stadt(t)raum«, an der HTWG, auf der Markstätte: ein Container mit Videokunst geht auf Reisen durch den Stadtraum.

An Orten und »Unorten« werden die Bewohner auf die Collagen aus Handyfilmen Konstanzer und anderer Jugendlicher treffen, die die beiden Künstlerinnen Eva Paulitsch und Uta Weyrich vor einigen Wochen hier zusammengetragen haben.

Die flüchtigen Augenblicke jugendlicher Alltagswelten werden als Videoinstallation für die Betrachter in Szene gesetzt.

Die Platzierung der Rauminstallation »Urban Screen« in unterschiedlichen sozialen Kontexten ermöglicht an dem jeweiligen Standort die Reibung der eigenen Sehweise mit ungewohnten Ansichten. Konfrontiert mit Alltagserlebnissen Jugendlicher und der Transformation durch die künstlerische Verarbeitung wird der Blickwinkel auf Lebenswirklichkeiten junger Menschen erweitert.

Das Kulturbüro bringt die beiden Künstlerinnen und das generell breite Interesse der Menschen an Medienkunst und Installation zu einander. Die Vielschichtigkeit der Stätten in Konstanz wird genutzt, um das Projekt einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Gemeinsam mit jungen Menschen wurden im April Plätze gesucht und gefunden, die sowohl öffentlich sind, als auch solche, die junge Menschen bewegen. Einige Orte sind dabei »Unorte« oder Sehnsuchtsorte - je nach Perspektive des Betrachters: »Wo wollen wir hin und wo dürfen wir sein?« lauten die Fragen, die wir uns gemeinsam mit Beteiligten und Betrachtern stellen.

Das Projekt wird unterstützt vom Kulturbüro der Stadt Konstanz sowie gefördert durch Mittel des Kulturfonds und der Kunststiftung des Landkreises Konstanz.

Eine ausführliche Beschreibung der Künstlerinnen und des Projekts finden Sie hier:



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